Mehr als reine Koordination
Wie müssen Versorgungsstrukturen gestaltet sein, damit Menschen mit hochkomplexen Bedarfen in der außerklinischen Intensivpflege bedarfsgerecht und langfristig versorgt werden können?
Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich Jürgen Drebes, Pflegewissenschaftler der Linimed Gruppe, auf dem DIGAB-Kongress in Erfurt. In seinem Vortrag „Organersatzverfahren & transplantierte Patienten in der außerklinischen Intensivpflege (AKI) – Welche Rolle spielt Case Management?“ zeigte er anhand eines Praxisfalls, welche Herausforderungen bei der Organisation und Umsetzung hochkomplexer Versorgungen entstehen – und welche Bedeutung ein professionelles Case Management dabei hat.

Für die Linimed Gruppe ist Case Management ein zentraler Bestandteil einer bedarfsgerechten Versorgung. Wir begleiten Betroffene und ihre Angehörigen bereits vor der Aufnahme, koordinieren die Zusammenarbeit aller Beteiligten und sorgen dafür, dass medizinische, pflegerische, therapeutische und soziale Bedarfe frühzeitig berücksichtigt werden. Ziel ist es, individuelle Versorgungslösungen zu entwickeln und langfristig stabile Versorgungsstrukturen zu schaffen.
Der Vortrag machte deutlich:
- Hochkomplexe Versorgungen wie in der außerklinischen Intensivpflege benötigen individuelle, passgenaue und flexibel gestaltbare Versorgungskonzepte, statt standardisierte Prozesse.
- Eine zentrale Koordination durch das Case Management schafft Orientierung und bezieht Betroffene sowie Angehörige ein.
- Die erfolgreiche Versorgung hängt entscheidend von einer engen interprofessionellen Zusammenarbeit mit Kliniken, Kostenträgern, Therapeut:innen, Ärzt:innen und Pflegedienst ab und bezieht alle Lebensbereiche mit ein.
- Versorgungsstrukturen müssen sich konsequent an den Bedürfnissen der Patient:innen orientieren – nicht an bestehenden Systemgrenzen.
Die Erfahrungen aus der Praxis der Linimed Gruppe zeigen: Gerade bei komplexen Krankheitsbildern in der AKI und besonderen Versorgungsanforderungen ist ein professionelles Case Management ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Es schafft Transparenz, koordiniert Schnittstellen und stellt sicher, dass alle Beteiligten gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten – die bestmögliche Versorgung der Betroffenen.